PicoPlus®-Pikosekundenlaser von Lutronic in der Nahaufnahme

Pico Plus Laser: Der Laser, der nicht brennt

Die meisten Menschen kennen den Pico Laser als „das Gerät, das Tattoos wegmacht”. Das stimmt – und verschenkt gleichzeitig fast alles, was dieses Gerät kann. Stellen Sie sich vor, Ihre Haut würde nicht verbrannt, sondern angetippt. Denn das Besondere am Pico Plus ist nicht, was er entfernt. Sondern wie wenig Hitze er dafür braucht. Und genau daraus entsteht etwas, das in der ästhetischen Medizin lange als unvereinbar galt: sichtbare Veränderung, ohne dass Sie danach eine Woche verschwinden müssen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Der Pico Plus ist ein Pikosekundenlaser mit sehr kurzen Lichtimpulsen, der unter anderem für Pigmentveränderungen, Melasma, Hautstruktur und Poren eingesetzt werden kann.
  • Mit verschiedenen Wellenlängen und Handstücken lässt sich die Behandlung individuell an Hauttyp, Pigmentart und Behandlungsziel anpassen.
  • Besonders interessant ist der Pico Plus bei empfindlichen Bereichen wie Hals, Dekolleté und Händen sowie bei Patientinnen und Patienten, die nur eine kurze Regenerationszeit einplanen können.
  • Bei Melasma und dunkleren Hauttypen ist eine besonders sorgfältige Behandlungsplanung wichtig. Zu aggressive oder unpassende Einstellungen können Pigmentveränderungen verschlechtern.
  • Welche Behandlung sinnvoll ist, entscheidet nicht das Gerät allein. Hautanalyse, Befund, Vorgeschichte und realistische Erwartungen sind entscheidend für die individuelle Behandlungsplanung im Hautlabor.

Inhaltsverzeichnis

  1. Der Unterschied in einem Bild
  2. Was der Pico Plus technisch ist
  3. Und wie entsteht daraus neue Haut?
  4. Für wen ist das gemacht? Erkennen Sie sich wieder?
    4.1 „Meine Flecken kommen jeden Sommer zurück – und werden jedes Mal schlimmer.“
    4.2 „Mein Gesicht sieht gut aus. Mein Hals verrät mich.“
    4.3 „Ich kann mir keine Woche Auszeit nehmen.“
    4.4 „Meine Poren sieht man auf jedem Foto.“
  5. Wie eine Behandlung im Hautlabor abläuft
  6. Fragen und Antworten
  7. Was der Pico Plus nicht kann
  8. Wann wir nicht behandeln
  9. Fazit
  10. Literatur (Auswahl)
PicoPlus®-Pikosekundenlaser von Lutronic mit Display und Laserhandstücken
Der PicoPlus® arbeitet mit sehr kurzen Laserimpulsen und unterschiedlichen Wellenlängen. Welche Einstellungen eingesetzt werden, richtet sich nach Hauttyp, Befund und Behandlungsziel.

Der Unterschied in einem Bild

Stellen Sie sich einen Eiswürfel vor, in dem ein Kirschkern eingefroren ist. Sie sollen den Kern zerkleinern – ohne dass das Eis schmilzt.

Herkömmliche Laser gehen über Wärme. Sie erhitzen den Kern so lange, bis er zerfällt. Das funktioniert. Aber das Eis ringsum schmilzt eben mit. In der Haut heißt dieses „Mitschmelzen”: Rötung, Schwellung, Krusten, Heilungszeit – und bei empfindlicher Haut das Risiko, dass am Ende neue Pigmentflecken entstehen.

Der Pico Plus geht über einen Schlag. Sein Lichtimpuls dauert 450 Pikosekunden – das sind 450 Billionstel einer Sekunde. Diese Zahl lässt sich nicht wirklich vorstellen, deshalb ein Vergleich: Wenn eine Sekunde so lang wäre wie 31 Jahre, dann dauert ein Pico-Impuls weniger als eine Hundertstelsekunde.

Der Impuls ist vorbei, bevor Wärme überhaupt entstehen kann. Statt zu schmelzen, zersplittert das Pigment – wie Glas unter einem Ton, nicht wie Wachs unter einer Flamme. Zurück bleiben Bruchstücke, die so klein sind, dass Ihr eigenes Lymphsystem sie abtransportiert. Ihr Körper räumt auf. Der Laser hat ihm nur gezeigt, wo.

Der eine Satz, den Sie sich merken sollten: Der Pico Plus arbeitet mit Druck statt mit Hitze. Alles Weitere folgt daraus.

Was der Pico Plus technisch ist

Für alle, die es genau wissen wollen:

ParameterPico Plus (Cynosure Lutronic)
Wellenlängen1064 nm, 532 nm, 595 nm, 660 nm
Kürzeste Pulsdauerca. 450 Pikosekunden
ModiPikosekunden und Nanosekunden
HandstückeZoom, Pico Toning, Dual Focused Dots (fraktioniert), Gold Toning 595 nm, Ruvy Touch 660 nm

Vier Wellenlängen bedeuten vier verschiedene Tiefen und Zielstrukturen. 1064 nm geht tief und erreicht Pigment in der Lederhaut. 532 nm arbeitet oberflächlich, dort wo Altersflecken sitzen. 595 nm spricht feine Gefäßrötungen an. 660 nm erreicht Farbpigmente, an denen andere Wellenlängen scheitern.

Im Klartext: Ein Gerät, das nicht ein Problem kann, sondern für jedes Problem die passende Einstellung hat.

Und wie entsteht daraus neue Haut?

Hier kommt der Teil, der die meisten überrascht. Für die Hautverjüngung wird der Laserstrahl durch eine spezielle Optik in ein Raster aus hunderten winzigen Energiepunkten aufgeteilt. In jedem dieser Punkte passiert etwas, das Fachleute LIOB nennen – laser-induced optical breakdown.

Übersetzt: In der Tiefe der Haut entstehen mikroskopisch kleine Bläschen. Nicht an der Oberfläche. Darunter. Ihre Hautoberfläche bleibt dabei vollständig intakt. Keine Wunde. Keine Kruste. Kein offenes Areal.

Aber Ihre Haut merkt trotzdem: Hier ist etwas passiert, hier muss repariert werden. Und sie startet genau das Programm, das sie im Alter immer seltener von selbst startet – Kollagenbildung, Elastinaufbau, Erneuerung der Struktur. Genau dieses Bild – winzige Bläschen bei völlig unversehrter Umgebung, gefolgt von einer Reparaturkaskade – wurde in histologischen Untersuchungen an Hautmodellen dokumentiert, unter anderem an der Uniklinik RWTH Aachen und in Düsseldorf.

Das ist der eigentliche Trick: Reparatur ohne Verletzung.

Für wen ist das gemacht? Erkennen Sie sich wieder?

„Meine Flecken kommen jeden Sommer zurück – und werden jedes Mal schlimmer.”

Sie haben vermutlich Melasma. Und Sie haben wahrscheinlich schon einiges probiert, das nicht geholfen oder es sogar verschlechtert hat.

Warum das so ist: Melasma ist keine harmlose Ansammlung von Flecken, sondern ein hartnäckiges, hormonell mitbeeinflusstes Hautbild. Schwangerschaft, Pille, Perimenopause – als Gynäkologin und Ästhetin sehe ich diesen Zusammenhang jede Woche.

Und Melasma hat eine Eigenschaft, die fast alle Behandlungen scheitern lässt: Es reagiert auf Wärme. Sonne, Sauna, Infrarot – und eben auch Laser, die über Hitze arbeiten. Deshalb kommt es nach mancher gut gemeinten Behandlung dunkler zurück als vorher.

Warum der Pico Plus hier anders ist: Er bringt keine relevante Wärme ein. Er zertrümmert das Pigment mit einem Druckimpuls, in sehr niedriger Energie, in mehreren behutsamen Sitzungen. Zu diesem Vorgehen liegen randomisierte Studien vor, in denen der niedrig-fluente 1064-nm-Pikosekundenlaser beim Melasma untersucht wurde – mit und ohne fraktionierte Optik.

Was ich Ihnen ehrlich sagen muss: Melasma wird kontrolliert, nicht geheilt. Wer Ihnen Heilung verspricht, verkauft Ihnen etwas. Ohne täglichen Lichtschutz ist jede Sitzung verschenkt. Und weniger ist hier besser als mehr – zu aggressive Protokolle können fleckige Aufhellungen verursachen, die schwerer zu korrigieren sind als das Ausgangsproblem.

„Mein Gesicht sieht gut aus. Mein Hals verrät mich.”

Das ist einer der häufigsten Sätze in meiner Sprechstunde. Und dahinter steckt kein Pflegefehler, sondern Anatomie.

Warum Hals, Dekolleté und Hände so schwierig sind: Wenn ein Laser die oberste Hautschicht abträgt – wie es der CO₂-Laser tut – muss die Haut sich von unten neu aufbauen. Die Zellen dafür kommen aus Haarfollikeln und Talgdrüsen. Die funktionieren wie kleine Reparatur-Depots.

Im Gesicht liegen diese Depots dicht an dicht. Deshalb heilt Gesichtshaut nach einer Laserbehandlung schnell und zuverlässig. Am Hals, am Dekolleté und an den Handrücken gibt es davon sehr viel weniger. Die Haut ist dünner, schlechter durchblutet, ärmer an Reserven. Ablative Verfahren sind dort deshalb ein echtes Risiko: verzögerte Heilung, helle Flecken, sichtbare Abgrenzungskanten, im schlimmsten Fall Narben.

Deshalb hören so viele Patientinnen: „Am Hals machen wir das lieber nicht.”

Und genau hier liegt die Stärke des Pico Plus. Weil er die Hautoberfläche gar nicht erst öffnet, gibt es auch nichts, was schlecht heilen könnte. Behandelbar werden damit:

  • Hals – feine Querlinien, unregelmäßige Pigmentierung, die typische rötlich-braune Netzzeichnung an den Seiten (Poikilodermie)
  • Dekolleté – Sonnenflecken, feine senkrechte Fältchen, papierartige Struktur
  • Handrücken – Altersflecken, die das Alter oft deutlicher zeigen als jedes Gesicht

Der Satz, den ich in Beratungen am häufigsten sage: Ihre Hände sind der Körperteil, den Sie selbst am häufigsten sehen – und der am seltensten behandelt wird.

„Ich kann mir keine Woche Auszeit nehmen.”

Das ist kein Luxusproblem. Für viele Menschen ist es die Entscheidungsfrage.

Nach einer ablativen Laserbehandlung sind realistisch fünf bis zehn Tage einzuplanen: Rötung, Nässen, Krusten, kein Make-up, kein Kundentermin, kein Elternabend. Wer selbstständig ist, unterrichtet, im Kundenkontakt steht oder kleine Kinder hat, kann das oft schlicht nicht organisieren – und lässt es dann ganz.

Nach einer Pico-Behandlung ist üblicherweise eine Rötung für einige Stunden bis etwa einen Tag zu erwarten, dazu ein leichtes Wärmegefühl, manchmal eine feine Schwellung. Make-up ist in der Regel am Folgetag wieder möglich.

Das verändert das ganze Konzept: Serie statt Ereignis. Mehrere sanfte Sitzungen statt einer harten – mit einem Ergebnis, das sich aufbaut, und einem Risiko, das deutlich flacher bleibt.

Individuelle Reaktionen sind unterschiedlich; die Zeitangaben sind Erfahrungswerte und keine Zusicherung.

„Meine Poren sieht man auf jedem Foto.”

Zuerst eine Wahrheit, die selten jemand ausspricht: Poren öffnen und schließen sich nicht. Sie haben keinen Muskel. Was wir „Pore” nennen, ist die Öffnung eines Haarkanals mit Talgdrüse.

Warum wirken Poren dann größer? Aus drei Gründen:

  1. Talg füllt die Öffnung – und ein gefülltes Loch wirft einen Schatten.
  2. Der Rand verliert seinen Halt. Um jede Pore herum liegt ein Ring aus Kollagen und Elastin. Lässt der nach, franst der Rand aus – die Pore wirkt weiter, ohne größer geworden zu sein.
  3. Sonnenschäden verändern das Stützgerüst der Haut insgesamt.

Punkt 2 und 3 lassen sich behandeln. Wenn der Pico Plus die Kollagenbildung rund um die Poren anregt, spannt sich der Rand wieder. Die Pore ist anatomisch fast gleich groß – aber sie wirft weniger Schatten.

Und das ist letztlich auch die Erklärung für den Effekt, den Patientinnen als „ebenmäßig” beschreiben: Pigment gleichmäßiger, Struktur feiner, Licht wird glatter reflektiert. Haut, die aussieht wie gut belichtet.

Wie eine Behandlung im Hautlabor abläuft

Schritt 1 – Wir schauen zuerst genau hin. Hautanalyse, Hauttyp, Vorgeschichte, Medikamente, hormonelle Situation, aktuelle Bräune. Bei Pigmentflecken ist die wichtigste Frage: Ist es Melasma, eine Entzündungsfolge oder ein klassischer Altersfleck? Diese Unterscheidung entscheidet über die gesamte Behandlung – und wird erstaunlich oft übersprungen.

Schritt 2 – Vorbereitung. Je nach Befund bereiten wir die Haut über einige Wochen mit Pflegeprodukten vor. Bei Neigung zu Lippenherpes gibt es eine vorbeugende Tablettentherapie.

Schritt 3 – Die Behandlung. Reinigung, Augenschutz, Auswahl von Wellenlänge und Handstück. Je nach Areal dauert das 15 bis 40 Minuten.

Schritt 4 – Danach. Beruhigende Pflege, konsequenter Sonnenschutz, für einige Tage keine Sauna, kein intensiver Sport, keine Säuren oder Retinoide. Studien deuten darauf hin, dass dexpanthenolhaltige Präparate die Regeneration danach unterstützen können.

Schritt 5 – Die Serie. Meist 3 bis 6 Sitzungen im Abstand von 3 bis 6 Wochen. Der Kollagenaufbau läuft danach noch monatelang weiter – das Ergebnis wird nach der letzten Sitzung noch besser

Fragen und Antworten

Ist die Behandlung schmerzhaft? Die meisten Patientinnen beschreiben ein kurzes Prickeln – wie warme, feine Sandkörner, die auf die Haut treffen. Es ist deutlich milder als das, was viele von einer Laserbehandlung erwarten. Unangenehm ist es vor allem an knochennahen Stellen wie Stirn, Nasenrücken oder Handrücken, dort aber nur für Sekunden.

Ist eine Betäubung notwendig? Bei den sanften Protokollen – Melasma, Toning, Hautverjüngung, Poren – in der Regel nicht. Bei höheren Energien, etwa zur Tattooentfernung oder bei ausgeprägten Pigmentläsionen, tragen wir vorab eine Betäubungscreme auf, die etwa 30 Minuten einwirkt. Sie entscheiden das mit; niemand muss hier tapfer sein.

Wie oft kann ich das machen lassen? Die Haut braucht Erholungszeit zwischen den Sitzungen. Üblich sind 3 bis 6 Wochen Abstand. Häufiger ist nicht besser – im Gegenteil: Bei Melasma ist zu häufige Behandlung einer der klassischen Fehler und kann zu ungleichmäßiger Aufhellung führen.

Wie viele Sitzungen brauche ich? Als Orientierung: Pigmentflecken und Melasma meist 4 bis 6, Hautverjüngung und Poren 3 bis 5, Tattoos deutlich mehr. Die tatsächliche Zahl legen wir erst nach der Analyse fest.

Und danach? Ist es dann für immer gut? Nein – und das gilt für jede ästhetische Behandlung. Ihre Haut altert weiter, die Sonne scheint weiter. Die meisten Patientinnen kommen zur Erhaltung ein- bis zweimal pro Jahr. Bei Melasma ist die Erhaltung sogar der wichtigere Teil der Therapie.

Wie lange dauert eine Sitzung? Je nach Areal 15 bis 40 Minuten. Ein Gesicht ist realistisch in einer Mittagspause machbar.

Kann ich danach direkt wieder arbeiten? In der Regel ja. Rechnen Sie mit Rötung für einige Stunden. Make-up meist ab dem Folgetag.

Wann sehe ich etwas? Pigmentveränderungen zeigen sich oft nach der zweiten bis dritten Sitzung. Struktur, Poren und Kollageneffekt entwickeln sich langsamer, über zwei bis sechs Monate. Das ist kein Mangel – so lange braucht Kollagen biologisch.

Geht das auch im Sommer? Grundsätzlich ja, unter zwei Bedingungen: keine frische Bräune und konsequenter Sonnenschutz. Bei Melasma gilt: Die Erhaltung im Sommer ist anspruchsvoller als der Start im Winter. Wer im Winter beginnt, hat es leichter.

Ist der Pico Plus für dunklere Hauttypen geeignet? Die geringe Wärmeentwicklung ist hier ein echter Vorteil. Gleichzeitig hängt die Wirkschwelle nachweislich vom Melaningehalt der Haut ab – die Einstellungen müssen entsprechend angepasst werden. Eine Behandlung „nach Standardprotokoll” wäre bei dunkleren Hauttypen unseriös.

Ab welchem Alter ist das sinnvoll? Es geht nicht ums Alter, sondern um den Befund. Poren und Aknenarben behandeln wir auch bei jungen Erwachsenen, Melasma tritt oft ab Mitte 30 auf, Altersflecken an den Händen meist später.

Kann ich das mit anderen Behandlungen kombinieren? Ja, und meistens ist genau das sinnvoll. Pico verbessert Pigment und Struktur – Straffung, Volumen und Muskelbewegung sind andere Baustellen. Kombinationen planen wir zeitlich gestaffelt.

Ersetzt der Pico Plus den CO₂-Laser? Nein. Die beiden lösen unterschiedliche Probleme. Wir haben beide Geräte im Haus und wählen nach Befund – nicht nach Gerät.

Was kostet das? Der Preis hängt von Areal und Anzahl der Sitzungen ab. Sie erhalten im Beratungsgespräch eine transparente Aufstellung, bevor Sie sich entscheiden.

Was der Pico Plus nicht kann

Diesen Abschnitt halte ich für den wichtigsten des ganzen Textes. Wer nur über Möglichkeiten spricht, spricht nicht ehrlich.

  • Er strafft nicht. Bei erschlaffter Haut braucht es Ultraschall, Radiofrequenz-Microneedling oder Chirurgie. Ein Pikosekundenlaser bewegt keine Gewebeschichten.
  • Er füllt keine tiefen Falten. Falten mit Volumenverlust oder muskulärer Ursache gehören in andere Konzepte.
  • Er begrenzt sich bei tiefen Aknenarben. Er verfeinert die Struktur, aber er füllt keine eingezogenen Krater.
  • Er wirkt nicht nach einer Sitzung. Wer die einmalige Verwandlung sucht, ist hier falsch.
  • Er ist nicht immer die effizienteste Wahl. Für einzelne, klar abgegrenzte Altersflecken kann ein anderes Verfahren schneller zum Ziel führen.

Wann wir nicht behandeln

Nicht oder nur nach genauer Abwägung bei:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • aktiver Infektion oder Herpes im Behandlungsgebiet
  • frischer Bräune oder direkt bevorstehendem Sonnenurlaub
  • Einnahme von Isotretinoin
  • lichtsensibilisierenden Medikamenten
  • Neigung zu wulstigen Narben
  • unklaren oder auffälligen Pigmentmalen – die gehören zuerst zur dermatologischen Abklärung, niemals unter den Laser
  • und bei Erwartungen, die kein Gerät der Welt erfüllen kann.
Dr. Lara Pfahl im Hautlabor Oldenburg
Dr. Lara Pfahl im Hautlabor Oldenburg: Welche Behandlung sinnvoll ist, wird individuell anhand von Hautbild, Befund und Behandlungsziel entschieden.

Fazit

Der Pico Plus ist in unserer Praxis kein Tattoo-Gerät. Er ist die Antwort auf die Fälle, in denen Wärme das eigentliche Problem ist: bei Melasma, das auf Hitze mit Rückkehr reagiert. An Hals, Dekolleté und Händen, wo abtragende Laser zu riskant sind. Und bei Menschen, für die eine Woche Ausfallzeit keine Option ist.

Die Frage im Beratungsgespräch ist nie: Welches Gerät haben wir? Sondern: Was braucht diese Haut?

Dr. med. Lara Pfahl · Hautlabor · Damm 10, 26135 Oldenburg 👉 Jetzt Beratungstermin vereinbaren

Anmerkung: Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Ergebnisse ästhetisch-medizinischer Behandlungen sind individuell verschieden und können nicht zugesichert werden.

Literatur (Auswahl)

  • Huth S, Marquardt Y, Huth L, Gerber PA, Baron JM. Molecular insights into the effects of laser-induced optical breakdown (LIOB) after 1064 nm picosecond laser irradiation using a novel melanocyte-containing 3D skin model. Lasers Med Sci. 2025.
  • Kim S et al. Dependence of laser-induced optical breakdown on skin type during 1064 nm picosecond laser treatment. J Biophotonics. 2021.
  • Lin ET, Chiang HM, Lin BS, Huang YH, Chang CC. Photoaging reversibility in Asian patients with melasma treated using picosecond lasers with a diffractive lens array: a 1-year prospective observational cohort study. Dermatol Surg. 2021;47:e10–e14.
  • Chang YS, Yang TH, Li CN. Histology changes of in vivo human skin after treatment with fractional 1064 nm Nd:YAG picosecond laser in different energy settings. Lasers Med Sci. 2022;37:2087–2092.
  • Tanghetti EA. The histology of skin treated with a picosecond alexandrite laser and a fractional lens array. Lasers Surg Med. 2016;48(7):646–652.
  • Randomisierte Split-Face-Studie zu niedrig-fluentem 1064-nm-Pikosekundenlaser mit und ohne Mikrolinsen-Array beim Melasma, 2025.
  • Pikosekundenlaser in der Dermatologie. Die Dermatologie / SpringerMedizin, 2024.

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